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Sommertour 2004: Inntal - Allgäu

Dieses Jahr wollten wir wieder einmal von Zuhause zu unserer Ferientour starten. So ging es dann am Morgen des 21. Juli los.

21.07.2004 Baar - Kaltbrunn - Ricken

Etwa um halb Acht starteten wir in Baar und nahmen gleich die erste Steigung des Tages auf den Hirzel in Angriff. Nach einer kurzen Pause in Schönenberg gings dann hinunter zum Zürichsee und über den Seedamm nach Rapperswil. Bei einer Pause fachsimpelte ich mit einem ebenfalls Pause machenden Tandemfahrer über Probleme mit seinem Hinterrad. Die Strecke dem Obersee entlang nach Kaltbrunn war einigermassen eben und wir bewältigten sie noch vor dem Mittagessen. Nach dem Mittagessen gings dann aber wieder heftig bergauf und als wir den Ricken erreichten beschlossen wir auf dem dortigen Campingplatz zu übernachten.

Etappenstatistik: 61km in 4h17', Ø 14.2km/h (ca. 800 Höhenmeter)

22.7.2004 Ricken - Hemberg - Jakobsbad

Nach dem gestrigen Kampf auf den Ricken, waren wir gespannt, wie wir die doch etwas schwieriger eingestuften Steigungen von Wattwil nach Hemberg und von Hemberg nach Bächli bewältigen würden. Aber es war nicht mehr ganz so heiss wie gestern und wir kamen ohne grosse Probleme voran. Nach einem reichhaltigen Mittagessen in Urnäsch liessen wir den Tag dann bei einer gebratenen Wurst in Jakobsbad ausklingen.

Etappenstatistik: 34.5km in 2h54', Ø 11.9km/h (ca. 800 Höhenmeter)

23.7.2004 Jakobsbad - Appenzell - Feldkirch - Nenzing

Feldkirch Über Appenzell und Eichberg erreichten wir über einige kleine Hügel und eine recht lange Abfahrt ins Rheintal am frühen Nachmittag Feldkirch. Bis jetzt hatte sich das Wetter gut gehalten und wir konnten in einem Restaurant in der Feldkircher Altstadt Pizza und Pasta geniessen.
Nach dem Mittagessen wollten wir noch bis zum Campingplatz in Nenzing fahren, das wir auf einer abwechslungsreichen Radroute erreichten. Da wir vorerst keine Signalisation zum Campingplatz sahen fragten wir bei Einheimischen nach und es wurde uns gesagt, bis zum Campingplatz ginge es etwa 4km steil bergauf. Da beschlossen wir zunächst den nächsten Platz (ca. 10km auf ebener Strecke) anzusteuern. Kaum abgefahren sahen wir dann aber ein Schild, das den Campinplatz in nur 2km Entfernung angab. "Das schaffen wir noch", haben wir uns gesagt und wir sind dann doch noch zum "Alpencamping Nenzing" gefahren. Durch die grandiose Aussicht wurden die Mühen des Aufstiegs mehrfach wettgemacht. Die Kinder und Monika nahmen noch ein Bad im Swimming Pool des Campingplatzes und ich eine warme Dusche. Bei einem selbstgekochten Abendessen genossen wir dann noch den Abend.

Etappenstatistik: 58.5km in 4h13', Ø 13.8km/h (ca. 600 Höhenmeter)

24.7.2004 Nenzing - Schruns - Gaschurn

Wir hatten das Zelt noch nicht ganz zusammengepackt, als an diesem Morgen der Regen losging. Bei stets feuchter bis nasser Witterung fuhren wir zunächst nach Bludenz, wo wir den Montafon-Radweg unter die Räder nahmen. Um die Mittagszeit erreichten wir Schruns. Bei einem feinen Mittagessen hofften wir, dass der Regen aufhören würde, aber dem war nicht so. Am Nachmittag gings noch weiter bis Gaschurn, wo der letzte Campinplatz im Montafon zu finden ist. Dort schlugen wir unser Zelt auf und beschlossen den nächsten Tag in Gaschurn Pause zu machen. Der Sonntag war dann trocken, wir konnten unsere Wäsche waschen und alles wieder trocknen. So waren wir dann bereit für die Königsetappe dieser Tour.

Etappenstatistik: 42.1km in 3h20', Ø 12.6km/h (ca. 600 Höhenmeter)

26.07.2004 Gaschurn - Bielerhöhe - Landeck

Silvretta
Hochalpenstrasse Der Campingplatz in Gaschurn liegt auf etwa 850m ü. M., die Bielerhöhe der höchste Punkt dieser Etappe auf 2036m ü. M. Nachdem das Zelt zusammengepackt und alles aufgeladen war fuhren wir zunächst mal auf dem Montafoner Radweg weiter bis Partenen. Hier beginnt die Silvretta Hochalpenstrasse, die mit 30 numerierten Haarnadelkurven auf die Bielerhöhe führt. Das erste Stück gerade nach der Mautstation ist schon recht steil und wir mussten schon bald eine Pause einlegen. Nach zwei weiteren Teilstücken erreichten wir den Parkplatz unterhalb der "Vermunt"-Staumauer, von wo das nebenstehende Foto geschossen wurde. Der Blick zurück ist faszinierend. Hier sind schon ca. zwei Drittel der Höhendifferenz überwunden, aber sowohl der Aufstieg zur Krone der Staumauer, wo wir nochmals verschnaufen mussten, und das letzte Stück zur Bielerhöhe warteten nochmals mit Steigungen auf, die uns mit ca. 30kg Gepäck alles abverlangten, und wir mussten vor der zweitletzten Kurve nochmals einen Halt einschalten. Natürlich warteten wir hier auch wieder auf das zweite Tandem mit Monika und Nadia um das letzte Stück gemeinsam in Angriff zu nehmen. Auf der Bielerhöhe angekommen, begaben wir uns sofort ins Restaurant, wo unsere erste Passfahrt mit der ganzen Familie bei einem ausgiebigen Mahl gefeiert wurde. Auf der
Bielerhöhe Da die Bewölkung eher wieder dichter und die Temperatur kühler geworden war, rüsteten wir uns für die bevorstehende Abfahrt winddicht aus. Dann gings hinunter nach Galtür, Ischgl, See im Paznauntal bis zum Zusammenfluss der Trisanna und der Rosanna. Hier gabs dann nochmals eine kräftige Gegensteigung nach Pians, bevor es dann wieder hinunter nach Landeck ging. Dort angekommen schlugen wir das Zelt auf dem Campingplatz auf, assen noch eine grosse Pizza in der platzeigenen Pizzeria und verkrochen uns dann erschöpft in den Schlafsäcken.

Etappenstatistik: 68.5km in 4h31', Ø 15.1km/h (ca. 1210 Höhenmeter)

27.07.2004 Landeck - Stams

Heute wollten wir es gemütlich nehmen, da die Anstrengungen der letzten Tage nicht ganz spurlos an uns vorübergegangen waren. Schon in Landeck haben wir ein Picknick für das Mittagessen eingekauft, und haben dann den Inntalradweg unter die Räder genommen. Bis Imst war es denn auch relativ flach und gemütlich, aber der der Aufstieg nach Karres oberhalb der Imsterschlucht, war uns dann zum Fahren doch zu steil (über 20% auf einem ungeteerten Waldweg). Glücklicherweise war das steile Stück aber nur sehr kurz. Am späteren Nachmittag erreichten wir dann Stams und beschlossen dort zu übernachten.

Etappenstatistik: 46.4km in 3h15', Ø 14.2km/h (ca. 300 Höhenmeter)

28.07.2004 Stams - Weer

Innsbruck Heute morgen fuhren wir auf dem Inntalradweg nach Innsbruck, wo wir uns verpflegten und die Altstadt mit dem "Goldenen Dacherl" anschauten. Am Nachmittag gings dann weiter nach Wattens, wo ein Besuch der Svarovski Kristallwelten ins Tagesprogramm eingefügt wurde. Danach fuhren wir nur noch bis zum nächsten Campingplatz in Weer und liessen es uns im dortigen Restaurant gutgehen.

Etappenstatistik: 65.9km in 4h29', Ø 14.6km/h

29.07.2004 Weer - Kufstein

Festung
Kufstein Immer noch dem Inntalradweg folgend fuhren wir über Kundl (Mittagessen im Freibad) und Wörgl nach Kufstein. Hier kauften wir noch die Zutaten für das Nachtessen, das wir dann auf dem Campingplatz zubereitet und genossen haben. Dann musste noch die Route für den folgenden Tag geplant werden. Wir beschlossen es über die Tatzelwurmstrasse nach Bayrischzell zu versuchen.

Etappenstatistik: 61.9km in 3h41', Ø 16.7km/h

30.07.2004 Kufstein - Sudelfeldpass - Schliersee

Die Etappe startete heute eben bis Oberaudorf, wo wir eine erste steile Steigung erwarteten, die dann auch ebenso steil wie auf der Karte vorhanden war. Nach Wall wurde die Strasse dann wieder flacher und bis zum Parkplatz Tatzelwurm auf 764m ü. M. kamen wir recht gut voran. Auf unserer Karte war nur noch eine Steigung bis Bayrischzell und keinerlei Höhenangaben mehr eingezeichnet, so dass wir dachten, den Kulminationspunkt nach den etwa drei Serpentinen erreicht zu haben. Da haben wir uns aber getäuscht. Es gab zwar zwei kleine Zwischenabfahrten aber die Strasse stieg immer weiter an und die Passhöhe lag dann auf 1123m ü. M. insgesamt also ein Aufstieg von über 600 Höhenmetern. Kurz vor dem höchsten Punkt assen wir dann aber in einem Berggasthaus noch etwas zu Mittag und nahmen dann frisch gestärkt die Abfahrt nach Bayrischzell und weiter nach Aurach unter die Räder. Dort gab es einen Campingplatz, der uns aber nicht zum Bleiben anmachte und wir beschlossen noch bis Schliersee weiterzufahren. Unterwegs sahen wir dann Markierungen des "Bodensee-Königssee-Radweges" und in der Buchhandlung in Schliersee, hatte man sogar die passende Dokumentation an Lager. Wir beschlossen unsere Fahrt in den nächsten Tagen auf dieser Route fortzusetzen. Nach dem Nachtessen auf dem Campingplatz war schon bald wieder Zeit sich ins Zelt zu verkriechen.

Etappenstatistik: 57.0km in 4h28', Ø 12.8km/h

31.07.2004 Schliersee - Bad Tölz

Auf dem Bodensee-Königsseeradweg erreichten wir heute in gemütlicher Fahrt über Gmund Bad Tölz. Etwas ausserhalb gabs dann auch einen Campingplatz und wir beschlossen zu bleiben, stellten das Zelt auf, duschten und wuschen noch etwas Wäsche, bevor wir uns zu Fuss zum "Nirwana" aufmachten. Bei einem grossen Eis liessen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Etappenstatistik: 39.4km in 3h18', Ø 11.9km/h (inkl. Stadtrundgang in Bad Tölz)

01.08.2004 Bad Tölz - Bad Kohlgrub

Camping in Bad
Kohlgrub Unser heutiges Etappenziel, das wussten wir zum Voraus, lag am Ende einer längeren Steigung. So begannen wir den Tag recht gemütlich und gönnten uns in Ohlstadt ein ausgiebiges Mittagessen in einem Gartenrestaurant. Dann gings weiter über Eschenlohe, Schwaigen und Grafenaschau hinauf nach Bad Kohlgrub und dann noch weiter bergauf bis zur Talstation des Skilifts. Dort konnte man neben einem Wellness- und Kurhotel sein Zelt auf der Wiese aufschlagen. Zum Abendessen stiegen wir dann nochmals zu Fuss ins Dorf hinunter.

Etappenstatistik: 59.0km in 4h06', Ø 14.4km/h

02.08.2004 Bad Kohlgrub - Grüntensee

Schloss
Neuschwanstein Da das besagte Wellnesshotel ihr tolles Frühstück auch für Campinggäste anbot, und wir die Gelegenheit nutzten, fuhren wir etwas später los. Trotzdem erreichten wir am frühen Nachmittag, nach einem Imbis in einer Metzgerei, das zweite Highlight unserer diesjährigen Tour, die Königsschlösser bei Füssen. Den Aufwand einer Besichtigung von innen wollte niemand von uns betreiben, und so fuhren wir dann nach Füssen und genehmigten uns ein Eis. Eigentlich wollten wir am Hopfensee campieren aber der Zeltplatz war schon übervoll. Wir fuhren weiter nach Nesselwang, wo wir das Abendessen einkauften und dann zum Campingplatz am Grüntensee. Hier haben wir dann noch einen Platz bekommen, kochten unsere Spaghetti und planten die Route für den nächsten Tag.

Etappenstatistik: 70.0km in 5h07', Ø 13.9km/h

03.8.2003 Grüntensee - Bregenz

Da wir schon etwas weiter waren als geplant beschlossen wir am Morgen, zu versuchen heute den Bodensee zu erreichen. Zuerst fuhren wir über Wertach und Rettenberg nach Immenstadt, dann dem Alpsee entlang und weiter nach Oberstaufen, wo das Mittagessen fällig war. Danach folgten noch ein paar kleinere Hügel, bis wir am Abend in Bregenz eintrafen. Am Seeufer assen wir noch etwas um nicht noch kochen zu müssen und fuhren dann noch bis zu einem der Campingplätze in Hard. Nicht direkt am See gelegen, hatte der Platz noch reichlich freie Stellfläche für unser Zelt. Das war auch der einzige Abend an dem uns Mücken plagten und so verzogen wir uns bald ins Zelt.

Etappenstatistik: 100.2km in 6h42', Ø 15.0km/h

04.08.2004 Bregenz - Sargans (- Baar)

Die Kinder wollten so schnell wie möglich nach Hause und die Strecke entlang des Walensees und dann über den Hirzel nach Baar kennen wir schon zur Genüge, so dass wir beschlossen heute noch bis nach Sargans zu fahren und von dort mit dem Zug die Heimreise anzutreten. Auf der Rheintal-Radroute erreichten wir Sargans am Nachmittag und hatten einen nahtlosen Anschluss mit dem Zug nach Hause (wir haben keine 10 Minuten auf dem Bahnhof verbracht). Alles in Allem eine tolle, wenn auch anstrengende, Tour, die uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird.

Etappenstatistik: 78.8km in 4h45', Ø 16.7km/h



© 2004 by Christian Sperr
Letzte Änderung am: 28.09.2005 10:53:07
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